30 Yuan - Nordkorea-Information

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30 Yuan

30 Yuan

Im Frühjahr 1937 hielt sich die Haupttruppe der KRVA in einem Wald nahe Donggang auf.

Es begab sich, dass die Soldaten, die nachts mit dem Auftrag des Wachdienstes losgeschickt worden waren, auf einem ungeernteten Feld Maiskolben pflückten und zurückkehrten. Es geschah zwar um ihrer Mitstreiter willen, die tagelang nicht einmal einzelne Körner zu sehen bekamen und bei Mahlzeiten nur Kleie und Wasser zu sich nehmen mussten, doch dieser Zwischenfall war ohne Einwilligung des Eigentümers des Feldes passiert.

Kim Il Sung befahl streng, den Besitzer des Feldes unverzüglich ausfindig zu machen und zu holen.

Die Soldaten brachten erst nach einigen Stunden einen grau-haarigen Chinesen, den Inhaber, mit.

Kim Il Sung bat ihn um Vergebung und bot ihm 30 Yuan an.

Der Alte erschrak und fragte, warum er, der Kommandeur, ihm solche Abbitte leiste, einige Tornister voll Mais seien doch nichts, es komme doch gar nicht infrage, von der Revolutionsarmee Geld anzunehmen. Die Dorfbewohner würden ihn beschimpfen, wenn sie davon erführen, er werde weder Geld noch Mais entgegennehmen.

Kim Il Sung war ihm zwar sehr dankbar, überredete ihn aber zuletzt.

Der Alte kehrte gezwungenermaßen mit Geld und Maiskolben ins Dorf zurück. Er fragte die Soldaten, die ihm mit seinem Mais auf dem Rücken gefolgt waren, wer der Herr Kommandeur ihrer revolutionären Armee sei.

Sie erzählten ihm die Wahrheit.

Der Alte, der den ehrwürdigen Namen Kim Il Sung gehört hatte, sagte, dass er einen großen Fehler begangen habe, erntete zusammen mit allen seinen Familienangehörigen und Verwandten Mais, lud die Ernte auf einen Schlitten und machte sich wieder auf den Weg zu Kim Il Sung.

Dieser vermochte nun die Aufrichtigkeit des alten Mannes nicht abzulehnen.

Da sagte der Alte, wenn man dem Bach Manjiang 8 km stromabwärts folge, seien dort Ginsengfelder anzutreffen, wo man viel Mais kaufen könne, und er werde dabei helfen.

Mit seiner Hilfe beschaffte man sich ohne Mühe Nahrungsmittel und Salz, wovon sich die Hunderten Soldaten der Truppe über einen Monat lang ernähren konnten.


Naenara, April 2015

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