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Der Volksaufstand in Kwangju (1980)

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Der Volksaufstand in Kwangju

Seit dem März 1980 loderten in ganz Südkorea die Flammen des Kampfes der Jugendlichen, Studenten und der Bevölkerung gegen den Faschismus und für die Demokratisierung auf.

Chun Doo Hwan verkündete am 17. Mai ganz Südkorea das „unbegrenzte Kriegsrecht“, um die „erneuerte“ Diktatur aufrechtzuerhalten. So brach in Kwangju ein bewaffneter Volksaufstand gegen die „Regierung“ aus.

Der Aufstand begann am 18. Mai mit einer Demonstration der Studenten der Jonnam-Universität. An diesem Tag erhoben sich Jugendliche und Studenten der Stadt Kwangju zur Demonstration und forderten, das „unbegrenzte Kriegsrecht“ aufzuheben. Das Militär setzte bösartigste Fallschirmjäger zur blutigen Repression ein. Da leisteten die entrüsteten Demonstranten mit Gewalt Widerstand gegen die Unterdrücker.

Ihr Aufruhr erfasste im Nu ganz Kwangju, ihm schlossen sich alle Stadtbewohner und sogar Arbeiter und Bauern in der Umgebung der Stadt an. Ihre Zahl belief sich am 21. Mai auf rund 300.
000 Mann.



Die Aufständischen stürmten die Verwaltungsgebäude des Bezirks und der Stad sowie andere Herrschaftsorgane und besetzten sie. Außerdem griffen sie ein Waffenarsenal an und erbeuteten mehrere tausende Waffen. Sie kämpften mutig mit vielen den „Belagerern“ entrissenen Panzern und anderen Fahrzeugen. An diesem Tag drängten sie die „Belangerer“ zurück und nahme die Stadt Kwangju vollständig ein.

Der  Aufstand  griff  auf  die  meisten  Gebiete dieses Bezirkes und den Nachbarbezirk Nord-Jolla über; 17 Städte und Kreise, darunter Mokpho, Raju, Hwasun, Ryongwang und Tamyang, fielen den Aufständischen in die Hände.

Die Aufständischen in Kwangju gründeten die autonomen Organisationen „Komitee der Stadtbewohner“ und „Kampfkomitee für die Demokratisierung“; sie bildeten „Städtertruppen“, „Sonderwachtruppe“ und „Stoßtruppe“ als bewaffnete Organisationen zur Selbstverteidigung; sie hielten täglich eine große Massenkundgebung ab, auf der sie die faschistische Diktatur verurteilten.

Die bestürzte Clique um Chun Doo Hwan verstärkte die „Belagerungstruppen“, welche die Stadt Kwangju zwei- und dreifach einkreisten, militärisch bedrohten und eine Wirtschaftsblockade verübten. Ihnen widerstanden aber die Aufständischen hartnäckig.

Da setzte Chun Doo Hwan, aufgewiegelt von den US-Imperialisten, am 27. Mai frühmorgens Zehntausende Soldaten, viele Panzer, Panzerwagen und Hubschrauber zur Niederschlagung des Aufstandes ein. Die Unterdrücker kämpften mit Gasgranaten die Aufständischen barbarisch nieder. Das war beispiellos in der Kriegsgeschichte.



Von 800.
000 Bewohnern Kwangjus wurden über 5 000 Mann ermordet, etwa 14 000 Mann schwer oder leicht verletzt und Zehntausende verhaftet. Wegen der feindlichen „Blockade“ gingen die Nahrungsmittel aus und stockte die Versorgung mit Trinkwasser und Elektrizität. Unter diesen schwierigen Bedingungen kämpften die Aufständischen unnachgiebig.

Der heldenhafte Volksaufstand, an dem mehr als eine Million Einwohner aus verschiedenen Kreisen und Schichten in und um Kwangju teilnahmen, scheiterte zwar, erschütterte aber die Herrschaft der US-Imperialisten und der südkoreanischen Behörden in ihren Grundfesten.

Der USA-Imperialismus, Haupttäter des Massakers in Kwangju

Im Mai vor 35 Jahren verwandelte sich Kwangju, die Stadt des Bezirks Süd-Jonra, ins Meer von Blut. Unter den Stadtbewohnern, die gegen die faschistische Diktatur auftraten und für die demokratische Freiheit und Rechte forderten, wurden Tausende Menschen getötet und 14 000 verletzt.

Der Massenmord in Kwangju war rückblickend eine geschichtliche Tragödie, die vom USA-Imperialismus operiert wurde.









Die Jugendlichen, Studenten und Bevölkerung erheben sich zum Kampf gegen den Faschismus und für die Demokratie in Südkorea.


Wickham, damaliger Befehlshaber der US-Truppe, die Südkorea okkupiert hielt, traf sich am 13. Mai 1980 mit Chun Doo Huan und dem Verteidigungsminister Ju Yong Bok und erhielt in den USA eine Genehmigung zur Ausführung der faschistischen Gewalttat am 17. Mai. Demnach wurde in Südkorea eine Versammlung der wichtigen Kommandeure der Armee einberufen und detailliert verkündigt, im ganzen Gebiet des Landes den „Notstandsbefehl“ zu erlassen und die demokratischen Kräfte völlig zu unterdrücken.

Am 22. Mai, als der Kwangju-Volksaufstand seinen Höhepunkt erreichte, gab es im Weißen Haus der USA erneut eine Sitzung für die Staatssicherheit, an der Außen-, Verteidigungsminister, Direktor der CIA, Unterstaatssekretär des Außenministeriums für Asien und Pazifik und andere teilnahmen, um angesichts des Zustandes in Kwangju Lösungswege zu beraten.

Brezinski, Berater für die Sicherheit des Präsidenten, sagte, dass man „die Aufrührer in Kwangju mit eiserner Faust niederschlagen muss“. Der US-Botschafter in Südkorea sprach Chun Doo Huan, er könne nur durch den Einmarsch von Belagerungstruppen oder die Bewahrung der Ordnung durch die Polizei die Krise in Kwangju überwinden, und weiter wie folgt: „Gerade jetzt müssen die Soldaten der Luftlandetruppe ihren Mut proben. Eine ausgezeichnete Maßnahme, die Widerständler Seele verlieren und davon zurückweichen zu lassen, ist auch das gnadenlose Niederschlagen.“ So erteilte der USA-Imperialismus Chun Doo Huan den Befehl zum Massenmord in Kwangju.

Und die USA unterstützten mit Waffengewalt das Massaker in Kwangju.

Der US-Imperialismus, der den Massenvernichtung heimlich anwies, setzte weiter 5 Brigaden der Luftlandetruppen, eine Infanterie-Division, Panzertruppe, Fliegertruppe ein, welche mit Panzern, Panzerkampfwagen, Geschützen, Raketen und Flugzeugen der „Alliierten Armee“ der USA und Südkoreas bewaffnet waren.








Um die Aufständischen barbarisch zu unterdrücken, wurden die Panzer und Panzerwagen mobilisiert.  


Der damalige Befehlshaber der US-Truppen in Südkorea und der „Alliierten Armee“, Wickham, bot sogar einen großen Transportflugzeug für die „Belagerungstruppe“ an, indem er sagte: „Für die Politik ist die Waffe nötig. Auch wenn Menschen in Kwangju auf hunderttausend verringert werden, entsteht kein Schaden.“

Daneben ließen die USA über 40 000 Soldaten ihrer in Südkorea stationierten Truppen in der „Alarmbereitschaft Nr. 3“ sein und dazu viele Kampfschiffe, darunter Flugzeugträger, und den Luftwarnung-Kontrollflugzeug ins südkoreanische Gewässer einziehen.

Die USA-Imperialisten, die den konkreten Befehl zum Massenmord erteilt und die Waffenkräfte angeboten hatten, führten selbst das Massaker.

Ri Hui Song, der damals das Kommando über die Belagerung hatte, meinte bei der „Sonder-Anhörung zur Lage in Kwangju“, dass die Operation für die Unterdrückung der Stadt Kwangju „auf den 24. Mai verschoben werden musste, weil sie eine Sache ist, die Südkorea und die USA betaten sollen“. Seine Worte zeugen davon, dass das Kwangju-Massaker unter dem direkten Kommando der USA erfolgte.

Am 26. Mai, einem Tag vor dem Beginn der letzten Operation zum Niederschlagen der Stadt Kwangju, ließen die USA den Chef des Operationsstabs der „Alliierten Armee“ mit der Unterdrückungstruppe in allen Einzelheiten konspirieren.

Daher war in jener Zeit des Massakers in Kwangju die Haltung der USA immer für die „Belagerungstruppen“.









Die Marionettenarmee verübt barbarische Gewalttaten gegen die Demonstranten.


Als am letzten Tag des Widerstands hunderte Stadtbewohner, die das „Amtsgebäude des Bezirks“ verteidigten, am Telefon den US-Botschafter um eine Vermittlung mit der „Belagerungstruppe“ baten, sagte er so und so von einer Nichteinmischung in innere Angelegenheiten. Und sprach er bei verschiedenen Gelegenheiten, dass „er beruhigt ist, weil Kwangju wieder in Ordnung gebracht worden ist, und zum Glück sich die Krise nicht zum Landesmaßstab ausgeweitet hat“.









Infolge der bestialischen Gräueltaten der südkoreanischen faschistischen Militärclique um Chun Doo Huan wurden die Jugendlichen, Studenten und Bevölkerung ermordet.


Auch die US-Bürger, Augenzeugen des Tatorts, sagten aus: „Wir versichern, dass die USA Mittäter sind, der die Volksaufstände in Kwangju und anderen Städten Südkoreas niedergeschlagen hat.“

Alle Tatsachen zeigen, dass der Massenmord in Kwangju von den USA organisiert und ausgeführt wurde.

Seither sind einige zehn Jahre vergangen, aber die USA-Imperialisten, Haupttäter des Kwangju-Massakers, bleiben immer noch in Südkorea.



Unser Volk wird die Jahrhunderte langen verbrecherischen Umtriebe des USA-Imperialismus gegen die koreanische Nation nie verzeihen und seine Herrschaft über Südkorea ein Ende setzen und die historische Sache, Vereinigung des Vaterlandes, unbedingt verwirklichen.

Dr. Choe Yon Ju, Lehrer der Kim-Il-Sung-Universität

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