Der Ulsa-5-Punkte-Vertrag (17. November 1905) - Nordkorea-Information

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Der Ulsa-5-Punkte-Vertrag (17. November 1905)

Aktuelles aus der DVR Korea > Aus der Geschichte Koreas > 20. Jahrhundert

Das Verbrechen an der Fabrizierung des „Vertrags“ wird auf jeden Fall zur Rechenschaft gezogen

Die Zeit der militärischen Okkupation durch die japanischen Imperialisten (1905–1945) war in der Geschichte des koreanischen Volkes am finstersten. Ein von Gründen der Rechtfertigung der Okkupation Koreas durch Japan ist der „Ulsa-5-Punkte-Vertrag“, der vor 110 Jahren fabriziert wurde.

Die japanischen Imperialisten bedrohten und erpressten den König, den höchsten Vertreter des Feudalstaates Koreas, und seine Regierungsminister und fabrizierten dadurch in betrügerischer Weise diesen Vertrag.

Um diesen Vertrag zu fabrizieren, ließ Ito Hirobumi, Rädelsführer der Aggression Koreas, in der Umgebung von Hansong zahlreiche aggressive Streitkräfte einsetzen, trat in den Königsschloss ein und überreichte dem Kaiser Kojong die Urkunde des „Protektoratsvertrags“, der es beinhaltet, unter ihm einen japanischen Generalstatthalter für die Herrschaft über das ganze Land zu ernennen, in jedem offenen Hafen einen japanischen Administrator anzustellen, diplomatische Angelegenheiten in Tokio weiterzugeben und ohne Genehmigung Japans kein Abkommen mit anderem Land zu schließen. Dann zwang Ito ihn zur bedingungslosen Annahme dieses Vertrages.

Als Kaiser Kojong seine Forderung entschieden zurückwies, verlockten die japanischen Imperialisten die Minister des Feudalstaates in ihre Gesandtschaft und versuchten in der Weise der Bedrohung, Erpressung, Beschwichtigung und Betrügerei sie in die Knie zu zwingen. Aber ihre Versuche konnten nicht realisiert werden. Deshalb kreisten sie mit zahlreichen Streitkräften aus den Kavalleristen, Artilleristen und Infanteristen das Königschloss zwei- bis dreifach ein und inszenierten sogar in der Nähe von Jongro vor dem Königschloss groß angelegte Militärübung.

Am 17. November 1905 wurde in einer Sitzung des Königschlosses die Verneinung des Abschlusses dieses Vertrages beschlossen. Zwischen den Regierungsministern und den japanischen Gesandten Hayashi fanden zwar die Verhandlungen um den Abschluss dieses Vertrages statt, aber wegen der Abweigerung der Minister wurden schließlich zum Scheitern gebracht. Ito Hirobumi, der sich diese Nachricht anhörte, trat mit dem Generaloberst Hasegawa und dem Gendarmeriechef Sato in den Schloss ein, ließ die Minister, die nach der Sitzung zu Hause gehen wollten, im Nebensaal zusammenkommen, zwang sie zur Jastimme dieses Vertrages und verkündete einseitlich diesen Vertrag.

Der „Ulsa-5-Vertrag“ war eine gesetzwidrige und betrügerische Akte ohne Genehmigung und Signierung des höchsten Machthabers des Landes (des Kaisers Kojong) und ohne Stempel des Staatssiegels. Kojong erklärte vor aller Welt die Ungültigkeit dieses Vertrages und gab sogar einen Geheimbefehl dazu, die Bewegung der Freiwilligentruppen gegen Japan zu entfalten.

Im Bericht an US-Außenminister (am 20. November 1905) erkannte auch der damalige USA-Gesandte in Korea an, dass auf die Fabrizierung dieses Vertrages die Zwangläufigkeit durch Japan wirkte.

Es ist unumstritten, dass der „Ulsa-5-Punkte-Vertrag“ eine flüchtig gefälschte Urkunde, die vom japanischen Imperialismus mit Gewehr und Bajonett fabriziert wurde, und ein gesetzwidriges „Abkommen“ ist, das keine gesetzmäßige Gültigkeit haben kann. Auf der Grundlage des ungesetzlichen Dokuments, das keine Recht- und Gesetzmäßigkeit hatte, übte der japanische Imperialismus mehr als 40 Jahre lang die koloniale Herrschaft über Korea aus und fügte dem koreanischen Volk unermessliche Unglücke, Leiden und geistige und materielle Schäden zu.

Gehässig ist, dass Japan bis heute aufrichtigem Nachdenken und Schadenersatz ausweicht, indem es seine verbrecherische Vergangenheit verschönert und verfälscht. Seine Handlung entfacht den Hass des koreanischen Volkes gegen den hundertjährigen Erzfeind noch mehr.

Japan muss alle seine Sünden einschließlich des „Ulsa-5-Punkte-Vertrages“, die es an unserem Volk beging, aufrichtig anerkennen und bei ihm Abbitte tun sowie so schnell wie möglich mit seiner schmutzigen Vergangenheit abrechnen.


Naenara, Nov. 2015

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