Der erste koreanische Staat "Kojoson" (30. Jhd. - 108 v. Chr.) - Nordkorea-Information

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Der erste koreanische Staat "Kojoson" (30. Jhd. - 108 v. Chr.)

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Der erste Staat der koreanischen Nation

Der erste Sklavenhalterstaat Koreas ist Kojoson (Altkorea), das von Anfang des 30. Jh.s v. u. Z. bis 108 v. u. Z. bestand.

Seine eigentliche Staatsbezeichnung war Joson, aber er wird Kojoson genannt, in dem Sinne, dass er altes Korea ist, um ihn vom später existierenden Feudalstaat Joson zu unterscheiden.

Joson bedeutet das Land der Morgenfrische.

Kojoson umfasste ein weiträumiges Gebiet Nordostasiens mit Pyongyang als Zentrum. Es war ein entwickelter Sklavenhalterstaat, der ein wohl geordnetes Herrschaftssystem, darunter Gesetzeskodex „Acht Verbotsartikel“, hatte. Auch die Wirtschaft war entwickelt. In der Landwirtschaft, dem Hauptproduktionsbereich, wurden fünf Getreidearten einschließlich des Reises und auch Faserpflanzen wie z. B. Hanf angebaut. Pipaförmige Dolche und andere bronzene und eiserne Erzeugnisse wurden in verschiedenen Lebensbereichen benutzt, was auf die Entwicklung der Metallhütte in Nachbarländern großen Einfluss ausübte. Die Einwohner von Kojoson hatten hohes Kulturniveau,
z. B. hatten sie die Sinji-Schrift, Schrift der Urahnen der Nation, und eine in Stein geritzte Sternkarte geschaffen.

Kojoson existierte fast 3.
000 Jahre lang, und zwar durch Früh-Joson, Spät-Joson und Man-Joson.

Naenara, Juli 2016



Kojoson war der erste Staat in der Geschichte der koreanischen Nation. Es existierte vom Anfang des 30. Jahrhunderts vor Christus bis 108 vor Christus und hatte ein weites Territorium Nordostasiens um Pyongyang.

Der Gründer von Kojoson ist Tangun. Er gründete Anfang des 30. Jahrhunderts vor Christus den ersten koreanischen Staat, dessen Hauptstadt die Pyongyanger Festung war, und gab ihm den Namen "Joson".

I
n der Vergangenheit war Tangun als eine mythologische Figur bekannt.

In den 1990er Jahren wurde im Kreis Kangdong der Stadt Pyongyang das Grab vom König Dangun entdeckt und wurde bewiesen, daß die Gebeine, die sich im Grab befanden, von den Menschen stammen, die vor mehr als 5000 Jahren gelebt hatten. Dadurch wurde neu bestätigt, daß Tangun der Urahn der koreanischen Nation ist, der vor 5000 Jahren Kojoson, den ersten koreanischen Staat, gegründet hatte. In Kojoson als einem Sklavenhalterstaat waren die "8 Punkte für Verhütung der Verbrechen" als geschriebene Rechte in Kraft. In Kojoson waren bereits früher verschiedene Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, Viehzucht und Handwerk recht hoch entwickelt. Die wichtigste war aber die Landwirtschaft. Entsprechend den Bodenbeschaffenheiten und den klimatischen Bedingungen bauten die Bewohner von Kojoson verschiedene Getreidearten wie Reis, Kolbenhirse, Gerste, Mohrenhirse, Rispenhirse und Soja und auch mehrere Industriepflanzen wie Hanf an. Auch das Handwerk war entwickelt. Die Kultur der Bronzegeräte, die schon vor der Staatsgründung ihren Anfang genommen hatte, war in der Zeit Kojosons in einem sehr hohen Niveau.

Die typischen Überreste der Bronzegeräte sind der bipaförmige Dolch und der schmale Messingdolch. Die Bewohner Kojosons zeigten auch bei der Entwicklung der Wissenschaft und Kultur ihre schöpferische Weisheit. Davon zeugen die Überreste aus damaliger Zeit. Es wurde eine Sternkarte entdeckt, die in die obere Seite der steinernen Deckplatte eines Dolmens, Erbe aus der Zeit des Tangun-Korea, eingraviert worden war. Es werden auch viele Verzierungssachen wie kunstgewerbliche Arbeit aus Metall "Goldschnalle mit Drachenmuster" überliefert. Ryu Kyong Ae, Führerin im Zentralen Geschichtsmuseum Koreas, sagt: "Die Goldschnalle mit Drachenmuster ist aus reinem Gold und 9, 4 cm lang. In der Mitte befindet sich das Drachenmuster, und um das Muster wurde der Jade gesteckt. Dadurch wurde die ganze Schnalle glänzend gemacht. Sie ist einer der wertvollen Überreste, die bei der Erforschung des Kulturniveaus der damaligen Koreaner von großer Bedeutung sind."

In Kojoson wurde die eigene Schrift der Koreaner geschaffen, die man Sinji-Schrift nannte, und entwickelten sich auch die Literatur und Kunst. Als Erbe der Literatur und Kunst ist der Text des Lieds "Konghuin" zu nennen, das von einer Frau namens Ryo Ok geschrieben wurde. Das Lied wurde bis heute überliefert. Das von den Bewohnern Kojosons geschaffene hervorragende Kulturerbe leistete danach einen großen Beitrag zur Entwicklung der Nationalkultur.


Stimme Koreas, Febr. 2015

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